FAQ

Frequently asked Questions - Häufig gestellte Fragen

 

Kernholz:

Mit dem Begriff Kernholz ist der vom Splintholz ringförmig umgebene und sich häufig durch eine dunklere Färbung abhebende innere Teil des Stammes gemeint. Das Kernholz ist stets widerständsfähiger gegen Pilzbefall als das Splintholz, besitzt geringeren Wassergehalt und höhere Festigkeit, Dichte und Dauerhaftigkeit.

 

Splint, Splintholz:

Alle Baumstämme enthalten Splintholz. Der Anteil ist von der Art, dem Alter und den Wachstumsbedingungen abhängig. In den meisten Fällen ist der Splint ca. 3 bis 5 cm breit, hellerfarbig und das Kernholz einschließend. Vor allen Dingen im feuchten Zustand ist das Splintholz anfällig für Pilz- und Insektenbefall.

 

Jahresringe:

Der Wachstumszyklus eines Baumes wird in gemäßigten Klimazonen vom Steigen der Pflanzensäfte im Frühjahr und ihrem Nachlassen im Herbst bestimmt. Diese regelmäßigen Unterbrechungen des Wachstums führen zu charakteristischen Schichten im Holz, die als Jahresringe bezeichnet werden. Allerdings lässt sich das Alter eines Baumes nicht durch einfaches Zählen dieser Ringe ermitteln, da kalte Winter oder wiederkehrende Trockenzeiten die regelmäßige Abfolge der Ringe stören können.

Die Jahr- oder auch Jahresringe sind also einfach ausgedrückt die vom Baum innerhalb eines Jahres erzeugte Holzmasse, die in der Regel aus verschiedenen Zonen besteht, aus dem zuerst gebildeten weicheren Frühholz und dem schwereren, härteren und später gebildeten Spätholz. Im Querschnitt des Holzes ist der Jahresring zu sehen.

In tropischen Gebieten wachsen Bäume auch oft ununterbrochen, so dass in diesem Holz unter Umständen keine Jahresringe zu erkennen sind.

 

Frühholz:

Wie schon erwähnt besteht jeder Jahresring aus zwei unterschiedlichen Bereichen. Den inneren Teil des Jahresrings bildet das Frühholz. 

Das Frühholz ist die meist hellere und weichere Schicht, die zu Beginn einer Wachstumsperiode (Frühjahr/Frühsommer) entsteht und meistens bei Nadelhölzern besonders deutlich ausgebildet ist, häufig gekennzeichnet durch größere Zellen und niedrigere Rohdichte - dünne Zellwände und große Zellinnenräume (Lumen).

 

Spätholz:

Im Hoch und Spätsommer entsteht das so genannte Spätholz, der dunklere Teil eines Jahresrings, der kleinlumig ist und stärkere Zellwände aufweist. Das Spätholz bildet den Abschluss einer Zuwachszone.

 

Fladern:

Ein meist kegelartiges oder ovales Bild, das durch Farb- oder Strukturunterschiede beim flachen = tangential Anschnitt hervorgerufen wird, bei den meisten Nadelhölzern und allen ringporigen Hölzern durch den Unterschied von Früh- und Spätholz, bei anderen Laubhölzern durch den Wechsel von Faserzellen und Speicherzellen.

 

Poren:

Poren sind durch Gefäßzellen gebildete feine Röhren, die im Querschnitt runde oder ovale Öffnungen und aus Längsschnittflächen rillenartige Vertiefungen bilden. Bei grobprogen Hölzern sind die einzelnen Poren mit bloßem Auge erkennbar (z. B. bei der Wenge), bei mittelgroßen Poren ist nur das Vorhandensein der Poren, aber nicht die einzelne unterscheidbar. Bei den feinporigen Hölzern sind Poren nur noch mit der Lupe auf glatten Querschnitten sichtbar.

 

Glanz:

Mit Glanz wird die Fähigkeit des Holzes bezeichnet, Licht zu reflektieren. Der Glanz des Holzes hängt von seiner Struktur ab. Glatte Hölzer mit feiner Struktur glänzen stärker als solche mit grober Struktur.

 

Hirnschnitt:

Quer zur Stammachse beziehungsweise zum Faserverlauf geführter Schnitt (z. B. die so genannte Hirnscheibe). Auf dieser Querschnittsfläche kann man die Jahresrringe und die Holzstrahlen am deutlichsten sehen.

 

Maserung / Zeichnung:

Unter der Maserung oder Zeichnung eines Holzes versteht man das Muster, das sich durch unterschiedliche Farben im Längsschnitt ergibt; durch die Anordnung von Geweben wie Holzfasern und Aststellen; odeichte unterschiedlich sind, kann dies im Radialschnitt zu einer schmalgestreiften Zeichnung führen. Holz mit welligem Faserverlauf führt zu geriegelten Texturen. Wenn Drehwuchs dazukommt, können auch gefleckte Maserbilder entstehen.  Sehr ansprechende Riegelungen entstehen, wenn welliger Faserverlauf und Wechseldrehwuchs zusammen auftreten, wie z. B. bei Afrormosia. Unterschiedliche Pigmentierungen können zu dunklen Streifen führen. Wieder andere Faserverläufe oder Kombinationen aus verschiedenen Faserverläufen können zu ausgefallenen Maserungen wie pommelé, geperlten oder geflammten Texturen führen.

 

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